Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Peter Behrens School of Arts
Fachbereiche Architektur und Design

Lan Nguyen-hoan

Absolventin der School of Art an der Australia National University in Canberra fand im Fachbereich Design günstige Bedingungen für die Durchführung ihres künstlerischen Vorhabens, Schmuck mit Animation 
zu verschmelzen. Ihr Aufenthalt als erste Artist in Residence vom 5.
September 2008 bis 5. Januar 2009 wurde vom Australian Council for
the Arts finanziert, das interdisziplinäre und hybride Kunstformen
fördert.


Inhale – Exhale, Breathing Jewellery
Lan Nguyen-hoans Arbeit „Inhale/Exhale – Breathing Jewellery“ führte von ersten Experimenten mit Papierschnitten, deren durch Blasen erzeugte Bewegungen allerdings nach wenigen Sekunden wieder abklingen, zu Experimenten mit der Beatmung von Papiertüten. Aufgezeichnete Raster ermöglichten es, die entstandenen Bewegungen einzufangen, filmisch festzuhalten und zu einer stilisierten Animation zu bearbeiteten.


Inhale
„Betrachtet man die Bedeutung von ‚Animation’ und dessen Variationen, so kann man den englischen Begriff ‚to animate’ auch als ‚to give life’
interpretieren. Und das Leben bringt auch Atem mit sich“, sagt die
Designerin, Lan Nguyen-hoan, zu ihrer grundlegenden Herangehensweise.


Exhale
In einem weiteren Schritt realisierte sie als Antwort auf die
unterschiedlichen Variationen der ursprünglich rechteckigen Tüten
in freien Interpretationen kleine Handtaschen in verschiedenen Formen
und Größen aus dem zwischen Papier und Textilfaser schwankenden
Material Tyvek, das beispielsweise auch in Schutzkleidung Anwendung
findet. Das Besondere bei den Täschchen ist: Man muss nur
hereinblasen, damit die ursprüngliche Form wieder ganz neu variiert
wird. So hat man immer ein neues und oft ganz unerwartet geformtes
Schmuckstück.


In Dezember 2008 präsentierte Lan Nguyen-hoan Ergebnisse ihres Aufenthalts als Artist in Residence im Fachbereich Design.​