Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Peter Behrens School of Arts
Fachbereiche Architektur und Design

​START DES CIVIC DESIGN PROGRAMM IM WINSTERSEMESTER 2018/19

 
CIVIC DESIGN agiert an der Schnittstelle zwischen Architektur und Stadtplanung. In dieser Disziplin widmet sich der neue Studiengang einerseits der ‚städtebaulichen Architektur’, wie andererseits der ‚architektonischen Stadtplanung’.
 
Aktuelle städtebauliche und politischen Fragestellungen des Bedarfs nach verfügbarem Wohnraum, des Bedarfs an flexibler Mobilität sowie des Bedarfs nach räumlicher Identität lasen sich als Symptome einer einzelnen, umfassenderen Krise lesen: Der Krise des Städtebaus im Kontext der sich schnell verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
 
Noch immer ist eine städtebauliche Baukultur vorherrschend, die geringe Dichte favorisiert und technische Mobilitätslösungen ganzheitlichen Konzepten vorzieht. Kleinmaßstäbliche Ansätze separieren Stadtstrukturen auf lokaler Ebene und verwehren sich immanenten Modellen des städtischen Lebens.
 
Dieser nicht zeitgemäße stadtplanerische Umgang bietet bisher keine adäquaten Antworten auf die zukünftigen Herausforderungen der stetig wachsenden Metropolregion Rhein-Ruhr.
Während die Politik neue Denkansätze, höhere Dichte, finanzierbaren Wohnraum sowie identitätsstiftende Projekte fordert, ist genau hier ein außerordentlicher Mangel an innovativen Modellansätzen und prototypischen Beispielen festzustellen.
 
Institutionell werden solche Modelle jedoch nicht entwickelt. Hochbauämter sind für die Bewältigung einer solchen Aufgabe nicht ausgelegt und zentrale Planungsinstanzen gibt es für diese Region nicht.
Zwar können die freien Berufe und privatwirtschaftlichen Planungsbüros Ansätze entwickeln, jedoch im Rahmen der alltäglichen Berufspraxis keine zukunftsgerichteten Antworten formulieren.
Hier kann und muss die Hochschule Düsseldorf - mit ihrem Bekenntnis zur praxisnahen Lehre - die Chance zur innovativen Intervention durch die Initiierung des Studienganges CIVIC DESIGN  ergreifen.
 
Aufgabe dieses Studienprogrammes ist es, in Zusammenarbeit mit regional agierenden Akteuren Programme zu formulieren, dessen Ziel die Entwicklung von städtebaulichen Modellen und Prototypen für die Belange und Probleme der zukünftigen Rhein-Ruhr-Metropole, stellvertretend für einen global vertreten städtischen Agglomerationstypus, darstellen wird.

Kern des CIVIC DESIGN Programmes ist das programmatisch forschende ‚Studiolabor’. Innerhalb dessen werden Lehrende und Studierende in enger Kooperation mit städtebaulichen Akteuren der Region Rhein-Ruhr (Städte, Verwaltungen, Entwickler) eine programmatische Lehre durchführen, die als Impulsgeber Diskussions- und Lösungsansätze städtebaulicher Probleme formuliert. Hierdurch entstehen Chancen zur Profilstärkung und Förderung des Identitätsbewusstseins der Region Rhein-Ruhr - gerade im Kontext vergleichbarer Metropolregionen Europas.

Das analysierende Forschen nach zukunftweisenden Modellen für diese spezielle paradigmatische Agglomerationsform ist die zentrale akademische Zielsetzung des CIVIC DESIGN Programmes.
 
Diese programmatischen Zielsetzungen und Leitvorgaben des Masterprogramms werden durch die ‚Kommission Civic Design’ formuliert. Die so spezifizierten Inhalte und Anforderungen fließen direkt in die Gestaltung der jeweiligen Lehrinhalte ein und verbinden die Module thematisch miteinander.
 
Das Studium gliedert sich in fünf Studienteilbereiche:
 
-      Studiolabor: Architektur als Städtebau
-      Planungsmethodik- und Prozesse
-      Methodik der grafischen Analyse und Kommunikation
-      Ökonomie und Gesellschaft
-      Theorie, Geschichte und Kulturwissenschaften
 
Die Leitideen, Leitziele und Profilelemente des Masterstudiengang CIVIC DESIGN stellen eine Synthese von zwei für den Studiengang zentralen Kompetenzbereichen dar, dem Entwurf (Planungspraxis) und der architektonischen Stadtbauforschung.
 
Die Studierenden verknüpfen – ganz im Sinne der Ausrichtung einer Hochschule für angewandte Wissenschaften – die wissenschaftliche Forschungsarbeit mit der praxisorientierten Auseinandersetzung in Themenfeldern der ‚Architektur als Städtebau‘ und erwerben einen sowohl forschungs- als auch planungspraxisorientierten Abschluss ‚Master of Science’ in der Fachrichtung Architektur mit Schwerpunkt im Städtebau’.
 
Der Studiengang wurde unter Einbeziehung  der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen entwickelt und entspricht dabei den Vorgaben der Bundesarchitektenkammer an die berufsvorbereitenden Qualifikationen von ArchitektenInnen. 
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