Im Rahmen des aktuellen Semesterthemas „Young Heritage“ der Internationalen Gastprofessur mit AgwA begrüßen wir als Gastkritiker des Studios für einen Tag mit Vortrag am Vormittag:
Carla Frick-Cloupet vom Kollektiv L’ÉQUIPE aus Brüssel
11.02.2026 | 12.00 Uhr
Großer Hörsaal 06.E.006 (Gebäude 6)
L’ÉQUIPE sind ein Zusammenschluss vier Personen der Architektur, Design & Forschung: Aliki Loïzidis (Architektin), Maïlys Gangloff (Designerin und Szenografin), Carla Frick-Cloupet und Victoire Chancel (Architektinnen und Forscherinnen). Ihre vielfältigen und sich ergänzenden Kompetenzen vereinen sich in einem gemeinsamen Ansatz und gemeinsam entwickelten Arbeitsmethoden. Gemeinsam betrachten sie Architekturprojekte als kreativen Raum, aber auch als Raum für Reflexion, sowohl für die Architektur als auch für die Gesellschaft und ihre aktuellen Herausforderungen.
„Wir glauben, dass Architektur den aktuellen Paradigmenwechsel begleiten muss, der darauf abzielt, die Realität und ihre Komplexität wahrheitsgetreuer und integrativer darzustellen. Unserer Ansicht nach beginnt dies damit, dass man mit der Vielfalt der Realität „arbeitet” und sie sichtbar macht, anstatt sie zu ignorieren. Diese Haltung geht Hand in Hand mit der Erkenntnis, dass wir als Architekten eine ganze Reihe von „bereits vorhandenen” Elementen berücksichtigen müssen, mit denen das Projekt komponiert und gestaltet werden muss. Da ist zunächst das „bereits vorhandene“ Material:
Für uns bedeutet dies, das bereits vorhandene Material, wie beispielsweise bestehende Gebäude, wertzuschätzen und die Wiederverwendung von Materialien oder Bauelementen zu bevorzugen. Dann gibt es das „bereits vorhandene“ Immaterielle: Das Projekt auf der Grundlage der Fähigkeiten der verschiedenen am Prozess beteiligten Akteure – Kunden, Handwerker und verschiedene Teilnehmer – zu konzipieren. Die Arbeit mit und innerhalb des Bestehenden führt uns dazu, den Maßstab der Innenarchitektur und des Objektdesigns als einen relevanten Maßstab für die „Schaffung von Raum“ zu betrachten, sowohl physisch als auch sozial. Die Berücksichtigung der Komplexität der sozialen und konstruktiven Realität führt uns dazu, eine Ästhetik der Überlagerung zu bevorzugen, die in ihren Montageweisen transparent ist, anstatt einer illusorischen Reinheit, die auf der Glättung der Pluralität basiert.“
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und die gemeinsame Begrüßung bei uns im Hause!