Hochschule Düsseldorf

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University of Applied Sciences
Fachbereiche Architektur & Design
Peter Behrens School of Arts

Aktuelles

Peter Behrens School of Arts / Muroswoche
21.11.2025

Muroswoche 2025

​​​​​​​​​​​​​​​​​​Vom 10. bis 14. November fand die Intra- und Extramuroswoche im Wintersemester 2025/26 im Fachbereich Design der Peter Behrens School of Arts statt.

Es gab unterschiedliche Seminargebote, Exkursionen wurden durchgeführt und unsere Studierenden erhielten viele neue Impulse. In dieser Woche hatten unsere Studierenden die Möglichkeit, sich intensiv mit einem Thema zu befassen und dieses umzusetzen. Hier einige Eindrücke, Umsetzungen und Ergebnisse:

Prof. Lars Breuer & Prof. Bernhard Franken
MILAN / OSLO / DÜSSELDORF – Pelle | Haut | Hud

„„Das Gewand ist jenseits der Haut die zweite Hülle, Architektur ist die dritte.“ Dieses Zitat von Wolfgang Pehnt bot einen passenden Einstieg ins Thema. Die „Haut“ fungiert als Grenze und Schnittstelle des Körpers, Kleidung schützt und kommuniziert zugleich, während Architektur Zuflucht bietet und soziale Konstruktionen sichtbar macht. Auch die Stadt kann als weitere Hülle verstanden werden – als Raum für Begegnung, Kommunikation und Inszenierung. Im Seminar wurden diese verschiedenen „Haut“-Schichten und die Übergänge zwischen ihnen untersucht. Design diente dabei als verbindendes Element zwischen Objekt, Malerei, Performance, Projektion, Mode und Architektur. 

Das Seminar war eine Kooperation der Nuova Accademia di Belle Arti Milan, des Kristiania University College Oslo und der Hochschule Düsseldorf. In internationalen Gruppen wurde an einer gemeinsamen Ausstellung gearbeitet, die am 14. November im Weltkunstzimmer Düsseldorf präsentiert wurde. 


Prof. Holger Jacobs
London Calling​

Dieses Mal lag der Fokus der London-Exkursion auf Sammlungen und Archiven. Die Engländer sammeln – alles. Gleichzeitig versuchen sie, ihre koloniale Vergangenheit aufzuarbeiten und das Ange­häufte in neuen Kontexten zu betrachten. Auf dem Programm standen die Sammlungen der wichtigsten Museen, insbesondere das neue Storehouse des V&A. Außerdem besuchten wir skurrile Privatsammlungen wie die von Sir John Soane sowie die St. Bride Library, eine der ältesten typografischen Bibliotheken. Natürlich durften auch Londoner Pubs und Märkte nicht fehlen.


Prof.in Maiken Laackmann
Viele Grüße [Ihr Name], KI im Bewegtbild

KI ist da! Wie gehen wir damit um – im Alltag? ​– in unserer Zukunft als Gestalter:innen und Künstler:innen? Eine intensive Woche lang haben wir uns mit dieser Frage beschäftigt. Die Skepsis war groß: Ressourcenverschwendung, flache Inhalte, Bias, fragwürdige Outputs, unsichere Zukunftsperspektiven …

Dann kam Harald Schaak (groteskgroup) und gab uns spannende Einblicke in seine Arbeit mit KI. Wir testeten zahlreiche Tools, verbrauchten ebenso viele E-Mail-Adressen : ) und am Ende wurde klar: KI ersetzt uns als kreative Gestalter:innen nicht „per Knopfdruck“. Sie kann aber unsere Möglichkeiten auf viele spannende Arten erweitern – wenn wir sie bewusst, steuernd und kritisch einsetzen. Wir haben ein Gefühl dafür bekommen, wie wir uns in einem Markt positionieren können, in dem KI längst Teil des kreativen Prozesses ist. Um dieses Verständnis zu bekommen, war es wichtig, KI tatsächlich einmal aktiv in den eigenen Workflow integriert zu haben. Gleichzeitig bleibt der Punkt Ressourcenverbrauch ein offenes und drängendes Thema – besonders in einer Zeit, in der immer mehr Rechenzentren aus dem Boden schießen und uns die Welt deutlich zeigt: Ressourcen sind endlich.
Viele Grüße
[dein Name]


Üppiges mit dem Nötigen 
Prof. Martin Pfeifle

Ausstellung 10.11. – 09.12.2025
Erdgeschoss + 1. Etage Gebäude 6 PBSA

Papier – ein allgegenwärtiges und fast unscheinbares Material. Doch gerade in seiner Schlichtheit liegt sein Potenzial: Es ist dünn, aber stark, zerbrechlich, aber formbar, einfach und gleichzeitig haltbar – Papier steckt voller Möglichkeiten.

Genau damit haben wir uns in dieser Muros-Woche beschäftigt. Wir haben auf einfachste Weise mit Papier gearbeitet und die Grenzen des Materials ausgetestet: Wir haben experimentiert, gefaltet, geklebt, geschichtet, zerrissen und sogar püriert. Dabei ging es nicht um teure Materialien oder aufwendige Technologien, sondern um das, was bleibt: die Oberfläche, die Haut, die alles überspannt und aus Flächigkeit eine dreidimensionale Form entstehen lässt.

Wie viel braucht es wirklich, um etwas zu sagen? Wie üppig kann das Nötigste sein?
Papier ist mehr als nur ein Träger von Informationen. Es ist ein Material, das Geschichten erzählt, Räume definiert und Emotionen weckt. Auch wir sind genau dieser Spur gefolgt. Mit nichts als Papier, Kleber und unseren Händen haben wir Formen erschaffen, die überraschen, provozieren oder verzaubern.


Alexander Rechberg
interfaces xi - electromagnetic waves

Aktuelle Hard- und Software ermöglicht neuartige Interaktion und Informationsübertragung im Raum. Ziel des Kurses war die Entwicklung von Konzepten, die diese neuen Möglichkeiten von Funktechnologien ausloten und die Anfertigung entsprechender Prototypen. 


Prof.in Felicitas Rohden
Brüssel Kunst und Design

Für dieses Extra-Muros Seminar fuhren wir für eine 5-tägige Exkursion nach Brüssel und vertieften uns in die reiche Geschichte von Kunst und Design in der belgischen Hauptstadt. 

Wir schauten uns an wie ganzheitliche Farbkonzepte für Möbel, Interieurs und grafische Gestaltung in Art Deco und Art Nouveau entwickelt wurden und besuchen hierzu einige Häuser und Museen. Neben den historischen Beispielen standen auch zeitgenössische Konzepte an der Schnittstelle zwischen Design und Kunst im Mittelpunkt des Seminars.
Diese Erfahrungen sollten in praktische Formate überführt werden. Studierende arbeiteten gemeinsam und entwickelten als Gruppenarbeit ein facettenreiches Konzept für ein Restaurant namens „New Absurdity“. Hierfür stand ein Atelier im Zentrum der Stadt zur Verfügung. Studierende experimentierten mit verschiedenen Materialien und Mal- und Abgusstechniken.


Prof. Kay Schröder
Zurück aus Tokio

In einer intensiven Woche der Zusammenarbeit kamen Studierende aus den Bereichen Design, Datenwissenschaft und angewandte KI sowie Informationswissenschaft zusammen, um an einem Klimadatenprojekt zu arbeiten, das Klimaszenarien in Japan untersucht. Die Studierenden erhielten Impulsvorträge und Anleitung von Professoren aus den Bereichen Industriedesign, Ethnografie, Statistik, Informationsvisualisierung und Medienkunst, wodurch ein wirklich interkultureller Designansatz und eine ganzheitliche Perspektive auf (Klima-)Daten im gesellschaftlichen Kontext gefördert wurden.

Die Ergebnisse waren überzeugend – vielfältige Perspektiven, die die gesellschaftlichen Auswirkungen von Klimadaten an der Schnittstelle von menschlicher Dateninteraktion, Informationswissenschaft und Design beleuchten. Besonders begeistert waren wir von der Möglichkeit, mit traditionellen japanischen Materialien zu arbeiten und Washi-Papier mit Methoden des Industriedesigns zu kombinieren.


Gabi Schwab-Trapp
Zwischen Natur, Kultur und Algorithmus – Bretagne als Labor

Auf der Suche nach neuen Perspektiven auf Landschaft als kulturellen und kreativen Raum sind wir mit 20 Studierenden aus den Fachbereichen Design und Medien zu einer interdisziplinären Exkursion in die Bretagne gereist. Zwischen der rauen Atlantikküste, der berühmten rosa Granitküste, jahrtausendealten Steinsetzungen wie dem Cairn de Barnenez und mittelalterlichen Städten wie Morlaix, Lannion und St. Malo wurden vielfältige Natur- und Kulturorte zu unserem Forschungs- und Erfahrungsraum.
 
Als gemeinsame Studiengruppe haben wir die Bretagne als lebendiges Archiv erkundet, in dem natürliche Prozesse und menschliche Spuren dicht miteinander verwoben sind. Dabei entstanden intensive Gespräche über künstlerische, mediale und digitale Zugänge zur Landschaft. Unterstützt von der Regisseurin Grace Yoon beschäftigten wir uns mit der Entwicklung von Hörbildern, sammelten Audio-, Film- und Fotoaufnahmen und experimentierten mit digitalen Transformationen.
 
Die gesammelten Materialien und Eindrücke führten zu gestalterischen Experimenten und ersten prototypischen Ansätzen für eigene Projekte. Das Arbeiten im offenen Labor, in dem individuelle Fragestellungen verfolgt und fachliche Grenzen bewusst überschritten wurden, eröffnete neue Formen der Zusammenarbeit.
 
Nicht zuletzt haben das gemeinsame Wohnen, Kochen und Reisen die Gruppe stark geprägt und zu einer produktiven, inspirierenden Arbeitsatmosphäre beigetragen. Die während der Exkursion entstandenen Ideen und Artefakte werden nun weiterentwickelt und in einer gemeinsamen Abschlusspräsentation zusammengeführt.


Daniel Seemayer
Amsterdam

Studio Visits, Project Spaces, Museen, Galerien, Akademien

Prof. Lars Breuer & Prof. Bernhard Franken
MILAN / OSLO / DÜSSELDORF – Pelle | Haut | Hud

​​Prof. Holger Jacobs
London Calling​


Prof.in Maiken Laackmann
Viele Grüße [Ihr Name], KI im Bewegtbild

​​Üppiges mit dem Nötigen 
Prof. Martin Pfeifle

​​Alexander Rechberg
interfaces xi - electromagnetic waves​

​​Prof.in Felicitas Rohden
Brüssel Kunst und Design​

​​Prof. Kay Schröder
Zurück aus Tokio


​​Prof.in Gabi Schwab-Trapp
Zwischen Natur, Kultur und Algorithmus – Bretagne als Labor


​​Daniel Seemayer
Amsterdam

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