Die Gewinner*innen der HSD PBSA Design Awards 2026 stehen fest
Zum dritten Mal nominierte eine hochkarätige Jury die Award-Gewinner*innen der aktuellen „New Design from Düsseldorf 2026“
Am zweiten Ausstellungsfreitag nominierte zum dritten Mal eine Designaffine Jury vier herausragende Abschlussarbeiten aus 54 Projekten – ein Querschnitt aller Bachelor- und Master-Studiengängen des Fachbereichs Design der Peter Behrens School of Arts an der Hochschule Düsseldorf.
Der fünfte Förderpreis ist ein Publikumspreis, bei dem die Besucher*innen zwischen dem 5. bis 7. Juni 2026 die Gelegenheit nutzten, um für ihre Favoritin/ ihren Favoriten abzustimmen.
Die insgesamt fünf Förderpreise sind mit jeweils 1.000 Euro dotiert und werden durch die großzügige Unterstützung unserer Partner*innen – dem Areal Böhler, mybreev, der Famile Falke, der Stadtsparkasse Düsseldorf sowie dem Förderverein ermöglicht.
Da die ersten drei Stimmen des Publikumspreises so nah beieinander lagen, spendete der Förderverein des Fachbereichs Design spontan zwei weitere Förderpreise á 500 €.
Die Gewinner*innen der HSD PBSA Desing Awards 2026 sind:
Eileen Gräfenstein mit „Soft Measure“
Martha Elisabeth Colwell war zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Type-Designerin, Illustratorin und Künstlerin in Chicago tätig. Ihr Werk umfasst Posie, Illustration, Malerei und Handlettering in kommerziellen wie künstlerischen Kontexten und entstand im Zuge einer Rückbesinnung auf die venezianische Renaissance-Antiqua. Da von marginalisierten Gestalter*innen diese Zeit nur fragmentarisches Material überliefert ist, erfordert die Auseinandersetzung mit ihrem Werk neue methodische Zugänge. Die Schrift und die Publikation beziehen sich auf Colwells künstlerische Praxis.
Franziska Hencke und Ruxandra Stefan mit „Acum Aici Acolo“
Eine videografische Mixed-Media-Rauminstallation, die den Third Space als räumliche erfahrbare Dimension untersucht. Anstatt Identität als statisches Konstrukt zu begreifen, richtet die Arbeit den Fokus auf das Dazwischen: einen Raum aus Überlagerungen und parallelen Zugehörigkeiten zwischen Orten, Sprachen und Zeiten.
Andrea Ihl mit „Working Bodies“
Die Graphic Novel begleitet ihre Protagonist*innen durch ihren Berufsalltag und zeigt die schmutzigen, monotonen und absurden Facetten der Arbeitswelt auf. Vielen Menschen bleibt nichts anderes übrig, als täglich einer Tätigkeit nachzugehen, die Körper und Geist belastet. Das Projekt eröffnet einen Einblick in Berufe, die häufig unsichtbar bleiben.
Nina Stürner mit „Zwischen Echo und Resonanz“
Die interaktive Multi-Screen-Installation, die die Transformation von Sprache in digitalen Echokammern typografisch erfahrbar macht. Abgeschlossene Meinungsräume fördern gesellschaftliche Polarisierung, bleiben jedoch meist unsichtbar – hier setzt die Installation an. Ein eigens entwickeltes Tool übersetzt Buchstaben in elliptische Punktraster, deren Farbe, Form und Lesbarkeit an einen Echokammer-Score gekoppelt sind. Mit steigendem Score verliert die Schrift an Farbe und Klarheit, wandelt sich von lesbar zu abstrakt und von bunt zu schwarz-weiß.
Die Publikumspreise
1. Ben Matteo Kellner und Naima Selck mit „From Awareness to Application“
Das Projekt untersucht, wie Verantwortung als grundlegende Haltung im Design praktisch umgesetzt werden kann. Zwei eigenständige, zugleich miteinander verbundene Arbeiten – ein Magazin und ein Möbelstück – nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Gestaltung prägt Handeln, Wahrnehmung und Alltag.
2. Berfin Özkurt mit „Hallo Chef“
Das Projekt umfasst eine Blind-Box mit fünf Sammel-Figuren sowie ein begleitender Comic, das sich zu einem Poster entfalten lässt. Über Generationen hinweg gewinnen bestimmte Charaktere an kultureller Bedeutung und wachsen über ihre ursprüngliche Funktion – etwa als Spielzeug oder grafisches Motiv – hinaus.
3. Margarete Lux mit „Netalique“
Gefäße und daraus entwickelte Schmuckstücke aus Edelstahlgewebe, transparentem Email und Silber treten in einen Dialog mit Licht und Farbe: Die Arbeit untersucht Email als zeitgenössisches Material zwischen Schmuck und Objekt. Klassische Techniken werden durch industrielle Träger und nachhaltige, bleifreie Farben erweitert und neu kontextualisiert. Transparentes Email verbindet sich mit Edelstahlgitter zu lichtdurchlässigen Farbräumen, deren Farbe, Transparenz und Wahrnehmung sich mit dem Lichteinfall verändert.
Einen herzlichen Dank an unsere Jury 2026
- Konrad Laurids Pesch (Illustrator & Grafik Designer, KLNPesch Illustration)
- Uwe Röniger (Digital-Verleger für interaktive Lernmedien, CEO mybreev)
- Marie Schlang (Grafik Designerin, Areal Böhler)
- Lars Terlinden (Lotse, Botschafter & Raumgeber für Akteur*innen der Kultur- und Kreativwirtschaft, KomKuK–Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt Düsseldorf)
- Viviane Vollack (Illustratorin & Grafik Designerin, in a nutshell – kurzgesagt)