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Peter Behrens School of Arts

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HSD - Peter Behrens School of Arts > German Design Graduates 2026
Peter Behrens School of Arts / Ausstellung
29.09.2026

German Design Graduates 2026

​Mit 4 Abschlussarbeiten ist die Hochschule Düsseldorf in der diesjährigen Auswahl von German Design Graduates vertreten. Die ausgewählten Projekte zeigen unterschiedliche Perspektiven darauf, wie sich die Aufgaben von Design gegenwärtig erweitern:

• Nina Stürner– "Zwischen Echo und Resonanz"
Eine interaktive Installation übersetzt Echokammern in Typografie. Ein Score aus über 37 Millionen Reddit-Beiträgen steuert Farbe, Form und Lesbarkeit. Je geschlossener der Meinungsraum, desto stärker löst sich lesbare Schrift in abstrakte Zeichen auf. Interaktion macht Resonanz sichtbar.

• Mika Meinck– "Knoten. Eine Auseinandersetzung in Theorie, Experiment und Gestaltung."
Eine modulare Schmuckkollektion aus 925er Silber und 3D-gedruckte Wandhaken aus Aluminium übertragen das Prinzip des Kreuz-knotens in konkrete Objekte. Austauschbare und miteinander kompatible Elemente machen den Knoten als technische Verbindung, formales Prinzip und kulturelles Zeichen erfahrbar.

• Elena Wüllner– "WHAT CAN AI DO?"
Künstliche Intelligenz wird hier nicht als neutrales Werkzeug, sondern als Mitautor gestalterischer Entscheidungen untersucht. Übungen, Website und Buch verbinden praktische Aneignung mit kritischer Distanz und fragen, wie aus technischer Möglichkeit eine eigenständige Haltung entsteht.
 
• Jana Junker– "Repetition - Material in Motion"
Latex wird durch den Körper gedehnt, gespannt und zurückgezogen. In Bewegungstests mit industriellem und selbst gegossenem Latex untersucht die Arbeit Elastizität, Widerstand und Rückstoß. Dabei wird sichtbar, wie das Material auf Bewegung reagiert und diese zugleich mitbestimmt.



71 Abschlussarbeiten aus 28 Hochschulen, eine konsequent auf Wiederverwendung ausgerichtete Ausstellungsarchitektur und ein Programm an der Schnittstelle von Hochschule, Kultur und Wirtschaft: MAKE IT MAKE SENSE untersucht, wie sich Design verändert, wenn seine Aufgaben über Form und Funktion hinausreichen.

Vom 16. Oktober bis 29. November 2026 präsentiert German Design Graduates MAKE IT MAKE SENSE in Kooperation mit der Neuen Sammlung – The Design Museum in München. Aus mehr als 480 Einreichungen des aktuellen Jahrgangs wurden 71 Abschlussarbeiten ausgewählt. Sie kommen aus Produkt- und Industriedesign, Kommunikations- und Digitaldesign sowie Textil- und Modedesign.

Design operiert heute in einem wesentlich erweiterten Feld. Materialentscheidungen berühren Ressourcenfragen, digitale Systeme verändern Autorschaft und Handlungsmacht, Interfaces organisieren Zugang, Infrastrukturen prägen Verhalten. Gestaltung betrifft damit nicht mehr allein die Qualität einzelner Objekte, sondern zunehmend die Bedingungen, unter denen gesellschaftliche und wirtschaftliche Prozesse stattfinden. Diese Erweiterung verändert auch die Designausbildung. Hochschulen werden zu Orten, an denen neue Methoden, Rollen und Verantwortlichkeiten erprobt werden können, bevor sie sich in etablierten Märkten und Routinen verfestigen. 

Abschlussarbeiten sind deshalb mehr als Endpunkte eines Studiums. Sie können früh sichtbar machen, welche Fragen eine Disziplin neu zu stellen beginnt.
MAKE IT MAKE SENSE setzt genau hier an. Der aus der Netzkultur stammende Ausdruck bezeichnet den Moment, in dem bekannte Erklärungen nicht mehr tragen und Zusammenhänge neu hergestellt werden müssen. Für Design wird daraus eine Haltung: nicht Komplexität zu reduzieren, sondern sie lesbar zu machen; nicht nur Lösungen zu gestalten, sondern auch die Voraussetzungen zu untersuchen, aus denen Probleme überhaupt entstehen.

Weitere Informationen finden Sie hier:
https://germandesigngraduates.com/make-it-make-sense-2026/

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