Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Peter Behrens School of Arts
Fachbereiche Architektur und Design

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PBSA > Farbflächen und Papierwelten
Peter Behrens School of Arts / Ausstellung
18.07.2018

Farbflächen und Papierwelten

Knicken, reißen, schneiden, kleben, falten, malen, pressen; Farbcollagen, Papiercollagen und Papierassemblagen: all das sollte ein Experiment werden zwischen Papier, Fläche und Körper.

Alischa Kilburg untersucht in ihrem Work-in-progress die Eigenschaften verschiedener Papiersorten, die wiederum auf unterschiedliche Weisen zusammengebracht werden. Die Verbindung soll als solche sichtbar werden. So hat sie feines Papier geschraubt, transparentes Papier getackert oder genäht. Mit abgerissenem Klebeband collagiert sie farbige und weiße Papierflächen, sie webt transparentes und farbiges Papier zu einem Objekt zusammen und ohne Klebestoff, nur durch Falten oder Schnitte, steckt sie Papierflächen ineinander. 
Alischa Kilburg hat sich für ihre Arbeit von den Werken Eduardo Chillidas und Oskar Holwecks inspirieren lassen.

Linda Lux beschäftigt sich mit den durch den Zufall entstandenen Formen aus zusammen geklebten Papierstreifen. Die Objekte, die an organische, undefinierbare Formen, Muschel oder leeren Hüllen erinnern, stehen streng angereiht, abweisend und verschlossen dem Betrachter gegenüber: Nichts verrät seine ursprüngliche Materialität.

Valentin Schnitzler arbeitet ausschließlich mit geometrischen Formen, die durch den Schnitt zu Volumen werden. Mit seiner minimalistischen Ästhetik spielt er mit den Strategien der OP Art und durch die Anwendung von Farbflächen wird die Täuschung an der Schnittstelle zwischen Fläche und Raum verstärkt.

Clara Sübai begibt sich auf die Suche nach Papierschöpfen und beschäftigt sich schliesslich mit der Schöpfung von Papier aus Spargelschalen oder Stroh. Wie eine Wissenschaftlerin präsentiert sie ihre „Forschungsergebnisse“, indem sie sie spielerisch an der Wand installiert.

Natalie Gossel untersucht die Pappmaché Technik; damit hat sie zwanzig Halbkugel verschiedener Grösse geformt, die  – so wie bei Linda Lux – deren Materialität nicht verraten. Sie wurden von außen weiß angemalt, deren Höhlung zart in Silber und Gold; Natalie Gossel installiert ihre Reihe über die Türkante hinaus, so, dass sie für den Betrachter fast „verschwinden“. Sind sie Kreise oder Körper?

Jasmin Foliak nennt ihre Reihe Räume und Schein. Sie beschäftigt sich in ihrem Projekt mit der geometrisch konzentrischen Anordnung von sich wiederholenden Faltungen und Hohlräumen. Gleichzeitig weissen sie auf die Kategorie architektonischer Modelle hin. Durch die gezielte Anwendung von verschiedenen Papiersorten (Transparentpapier, Farbpapier etc.)  und deren Faltungen breitet Jasmin Foliak dem Betrachtern Geheimnisse vor sich aus: was sieht man hinter dem Papier? Sind es Schatten, Lichtreflexionen oder Körper?

Yingting Wang baut nach dem Modulprinzip mit hundert Teilen, die an ein Blatt erinnern, ihre Wandinstallation Wachstum. Sie wendet das Schneiden, Biegen und Kleben als Arbeitsmethode an. Ihre Arbeit wächst buchstäblich wie eine Schlingplanze an der Wand entlang.

Mandy Kortmann arbeitet nach dem „Recyclingprinzip“. Vor dem Stapelschneider neben einem Container stehend, entschied sie sich alle diese Schnipsel und Materialreste für ihr Projekt zu benutzen. Damit schaffte sie sowohl Papierarbeiten, die an Teppiche erinnern, als auch Mode: ein Kleid aus Papierteilen.

Die gesamte Gruppe hat sich dieser Herausforderung voller Elan und Freude gestellt und nun darf ich noch ein letztes Mal ihre Werke in diesem, uns allen so vertrauten Atelier, ausstellen.
Ich freue mich über ein zahlreiches Erscheinen.


Prof. Celia Caturelli
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Farbflächen und Papierwelten: ein Experiment
18.07.2018
HO 38 um 17.30 Uhr

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