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Peter Behrens School of Arts

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HSD - Peter Behrens School of Arts > Civic Design Conference 2026
Peter Behrens School of Arts / Civic Design Conference, Praxis, Diskurs, Vorträge
14.01.2026

Civic Design Conference 2026

​​Am Freitag, den 24. April 2026, findet an der Hochschule Düsseldorf zum siebten Mal die Civic Design Conference der Peter Behrens School of Arts statt. Das diesjährige Thema lautet “The Necessarily New" und gemeinsam mit dem Institut für nachhaltige Stadtentwicklung (In-LUST) möchten wir Sie herzlich zur Teilnahme einladen. Unter dem Leitmotiv des notwendig Neuen möchten wir zusammen mit Lehrenden, Expertinnen und Experten, Forschenden, Studierenden sowie einer interessierten Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Komplexität der Herausforderungen schärfen, vor denen wir heute stehen.


Heutzutage herrscht im alten Europa – zumindest unter Architektinnen und Architekten – weitgehend Einigkeit darüber, dass der Neubau möglichst stark eingeschränkt, wenn nicht sogar vollständig untersagt werden sollte. Sämtliche kritische und technische Forschung richtet sich zunehmend auf den Erhalt und die Umgestaltung des Gebäudebestands. In der Folge übernehmen Teile der öffentlichen Verwaltung, einige Projektentwickler sowie die breite Öffentlichkeit diese radikale Haltung zunehmend. Die Gründe dafür liegen auf der Hand, wie ein kurzer Blick auf die Emissionsdaten des Bausektors zeigt. Und so lautet das neue Mantra der Architektur: Abriss stoppen und Neubau verbieten.

Wie so oft ist die Realität jedoch differenzierter. Ja, wir sind uns alle einig, dass die Bebauung der „grünen Wiese“ eine schlechte Idee ist, auch wenn sie von vermeintlich vernünftigen Verwaltungen weiterhin praktiziert wird; ja, wir sind uns ebenso einig, dass die Zerstörungen der derzeit geführten Kriege ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen. Dennoch gibt es zahlreiche Situationen, in denen tatsächlich neue Gebäude weiterhin die richtige Lösung sein können – und nicht zwingend aus einer tiefen Nostalgie heraus für die scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten, die Industrialisierung und Urbanisierung der Disziplin über fast zwei Jahrhunderte hinweg eröffnet haben.
Man denke beispielsweise an Nachverdichtung und daran, wie eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Wohnungsfrage in attraktiven Städten Europas dazu führen kann, neue Gebäude zwischen bestehenden zu platzieren oder diese vertikal zu erweitern, um das Wohnungsangebot zu erhöhen, ohne die Städte weiter auszudehnen und die damit verbundenen ökologischen Kosten in Kauf zu nehmen.

Oder man betrachte die sehr spezifischen Anforderungen bestimmter Industrien, etwa die flächenintensive Produktion riesiger Windkraftanlagen, notwendige Speicher- und Kraftwerksanlagen oder gänzlich neue Technologien zur nicht-fossilen Energiegewinnung. Ebenso ist an die Transformation industrieller Brachflächen zu denken, bei denen nichts erhalten werden kann – nicht einmal die bestehenden Strukturen – und für die eine vollständig neue Architektur entwickelt werden muss, unter Wiederverwendung und Recycling vorhandener Rohstoffe. Blickt man über Europa hinaus, wird zudem deutlich, dass die enorme Urbanisierung im Globalen Süden und im Fernen Osten ohne neue Infrastrukturen und Gebäude nicht zu bewältigen sein wird.

Ziel unserer Konferenz ist es, praktizierende Architektinnen und Architekten sowie Stadtplanerinnen und Stadtplaner mit Studierenden, Forschenden, Lehrenden und Expertinnen und Experten aus den Stadtverwaltungen zusammenzubringen, um das Spannungsfeld zwischen Erhalt und notwendigem Neubau aus formal-ästhetischer, wissenschaftlicher und politisch-pragmatischer Perspektive zu diskutieren.


Eine offizielle Einladung mit einem detaillierten Programm sowie einer vollständigen Liste der diesjährigen Gastrednerinnen und Gastredner werden wir in Kürze publizieren.

Wir freuen uns schon jetzt über Ihre Teilnahme!​​​

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Adresse:
Hochschule Düsseldorf

Gebäude 6 / PBSA (Gelb)
Münsterstraße 156
40476 Düsseldorf

Informationen zur Anreise finden Sie hier.

Die Veranstaltung wird bei der Architektenkammer NRW als Fortbildung für Kammermitglieder beantragt.

Die Konferenzsprache ist Englisch. ​

Für Studierende des Fachbereiches
wird jeder Vortrags als eine Ringvorlssung anerkannt.

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