Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Peter Behrens School of Arts
Fachbereiche Architektur und Design

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Peter Behrens School of Arts / Social Design, Ausstellung
22.09.2016

All Inclusive

​Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) NRW hat am 22. September 2016 im Gewerkschaftshaus in Düsseldorf die Ausstellung „All Inclusive – Studieren mit Behinderung und chronischer Erkrankung“ eröffnet. Gezeigt werden studentische Arbeiten, die innerhalb des Social-Design-Seminars „MACHT SINN“ am Fachbereich Design der Hochschule Düsseldorf (HSD) unter der Leitung von Professor Wilfried Korfmacher entstanden sind und bereits seit vielen Jahren beim Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks immer wieder mit Preisen ausgezeichnet wurden.

Angeregt wurde die Kooperation von Antonia Kühn, Leiterin der Abteilung „Hochschulen, Wissenschaft und Forschung" im DGB-Bezirk NRW und Mitglied des Hochschulrates der HSD. Da der DGB NRW den Inklusionsgedanken nicht nur auf Behinderung als klinische, sondern auch als soziale Kategorie bezieht, verortet er die Ursachen von Lernschwierigkeiten auch im Bildungssystem beziehungsweise dessen Strukturen und nicht bei den einzelnen Personen, die in einer Teilhabe behindert werden. Diese Perspektive teilt auch die Hochschule Düsseldorf, der das Thema Inklusion und Diversität ebenfalls seit langem ein Anliegen ist. Von Januar 2013 bis Dezember 2014 unterzog sie sich dem Auditierungsverfahren „Vielfalt gestalten in NRW“, das von CEDIN-Consulting extern begleitet und vom Wissenschaftsministerium NRW und der Stiftung Deutsche Wissenschaft gefördert wurde. Ziel des Audits war es, Kriterien in Hinblick auf die Fragestellung zu entwickeln, wie mit Heterogenität im Hochschulalltag produktiv umgegangen werden kann. Dabei sollen Strategien und Maßnahmen entwickelt werden, die die Verschiedenheit der Studierenden, ihre Voraussetzungen, Zugänge und Begabungen anerkennen und wertschätzen und die damit verbundenen Potenziale nutzen.

Vor diesem Hintergrund passt die aus dem Design-Bereich der Hochschule entstandene Ausstellung perfekt in das Programm des DGB, wie der NRW-Vorsitzende, Andreas Meyer-Lauber, während der Eröffnung betonte: „Das Thema Behinderungen ist auch eine Herausforderung für die Gewerkschaften. Wie gehen wir gesellschaftlich damit um und wie schaffen wir Inklusion im Arbeitsalltag?“. Die Studierenden hätten hier auf eine sehr geschickte Weise vermocht, diese Fragen zu thematisieren und dadurch auch Lösungsanstöße entwickelt. „Wir sprechen hier über eine gesellschaftliche Normalität, mit der wir umgehen müssen“, so Meyer-Lauber. Denn auch wenn die Plakate zwar zunächst als Ausschreibungen der Studierendenwerke entstanden sind, ergänzt Professor Korfmacher, „leben die Studentinnen und Studenten ja keineswegs in einer isolierten Parallelwelt. Insofern haben die Motive und ihre Botschaften eine über die Hochschule hinausgehende weitere gesellschaftliche Relevanz“.

Zu sehen ist die Plakatausstellung zu den üblichen Öffnungszeiten des Gewerkschaftshauses, in der Regel werktags zwischen 9 und 16 Uhr, voraussichtlich bis Ende April 2017 in der Friedrich-Ebert-Straße 34-38, 40210 Düsseldorf, in der 3. und 4. Etage.

Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW (Mitte rechts), Professor Wilfried Korfmacher (Mitte) und Antonia Kühn (Mitte links) eröffneten die Ausstellung „All Inclusive“ im Düsseldorfer Gewerkschaftshaus. Foto: Michael Kirch
Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW (Mitte rechts), Professor Wilfried Korfmacher (Mitte) und Antonia Kühn (Mitte links) eröffneten die Ausstellung „All Inclusive“ im Düsseldorfer Gewerkschaftshaus. Foto: Michael Kirch