Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Peter Behrens School of Arts
Fachbereiche Architektur und Design

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Peter Behrens School of Arts / Social Design, Ausstellung, Plakat
27.07.2017

fiffyfiffy

​In diesem Sommersemester entwickelten Designstudierende im Social-Design-Seminar von Prof. Wilfried Korfmacher Konzepte und Entwürfe zur Unterstützung des Projekts Underdog von fiftyfifty. Zu sehen ist die Ausstellung ab jetzt noch bis zum 16. August 2017 in der fiftyfifty-Galerie. Hubert Ostendorf vom fiftyfifty-Team hat das Projekt ins Leben gerufen, um den obdachlosen Hundebesitzern einen niedrigschwelligen Zugang zu tierärztlicher Versorgung zu bieten. Dies bedeutet Hilfe im doppelten Sinn: Zum einen für die Hunde und zum anderen für ihre notbedürftigen Halter – denn für die auf der Straße lebenden Menschen ist der Hund meist der letzte Halt.

Die Studierenden aus dem Seminar von Prof. Korfmacher haben sich in der Vergangenheit häufig mit Kampagnen gegen Obdachlosigkeit und Armut engagiert. In diesem Jahr lag der Fokus auf den Hunden, die mit ihren Besitzern auf der Straße leben. Zur Vorbereitung erhielten die Studierenden eine Einführung in das Thema und die Initiativen von fiftyfifty, recherchierten Hintergründe und besuchten Sprechstunden im Underdog-Bus vor Ort. Aus ihren dabei gewonnen Eindrücken entwickelten sie Konzepte und Entwürfe für ihre „fiffyfiffy“-Ausstellung.

Dazu erstellten die Studierenden auch die Sonderbeilage „fiffyfiffy – Das Magazin zur Ausstellung eines Social-Design-Seminars für Underdog“, die mit der August-Ausgabe von Fifty-Fifty erscheint. In der 16-seitigen Beilage werden exemplarisch Werke der Studierenden aufgeführt, die in der Galerie zu besichtigen sind. Die Studierenden entwickelten die unterschiedlichsten Konzepte. Ihr Ziel ist es, das Projekt Underdog noch bekannter zu machen und damit zugleich Vorurteile über Benachteiligte abzubauen. So hat zum Beispiel Sebnem Aydinözu in einem Kinderbuch die Geschichte über das Straßenleben von Pascal und seiner Gefährtin Molly festgehalten. Robert Dominic Cobb und Stefan Völker haben hingegen eine Kampagne konzipiert, die sich gegen Klischees und Vorurteile gegenüber Obdachlosen und ihren Hunden richtet. Dafür haben sie Flaggen aus bunten Bastelbögen erstellt, auf denen Klischees wie „Obdachlose gehen schlecht mit ihren Hunden um“ zu sehen sind. Diese wurden dann in Grünanlagen verteilt, um ein Zeichen zu setzen. Die Studentin Jacqueline Hintze hat eine Grafik entworfen, die die Obdachlosigkeit als Schattenseite des Lebens von Underdogs darstellt. Die starken Parolen auf den Grafiken machen nicht nur Werbung für das Projekt Underdog, sondern auch für die Philantroposophie von fiftyfifty.

Diese und viele weitere Konzepte können ab dem 27. Juli, 19 Uhr in der Galerie in der Jägerstraße 15 in Düsseldorf besichtigt werden. Einige der dort ausgestellten Originalarbeiten und Editionen können auch käuflich erworben werden. Der Erlös geht die tiermedizinische Versorgung zugunsten der Obdachlosen.

Im Vorfeld organisierte die Hochschule Düsseldorf zusammen mit dem Stadtmuseum und Underdog – passend zur Ausstellung – eine Demo mit dem Titel „WALK THE UNDERDOG“. Dazu wurden am 26. Juli 2017 Hundehalter und ihre vierbeinigen Gefährten auf die Königsallee eingeladen, um gegen Obdachlosigkeit zu protestieren. Der Protest war zugleich auch ein Hinweis auf die Ausstellung „werBUNG” im Stadtmuseum, an der fiftyfifty mit einigen Exponaten beteiligt ist.