Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Peter Behrens School of Arts
Fachbereiche Architektur und Design

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Peter Behrens School of Arts / Veranstaltungshinweis, Gastvortrag
12.11.2015

ElectriCity - Elektronische Musik aus Düsseldorf

​​Nach Abschluss einer mehrtägigen Konferenz (NRW Forum/CCD) über die elektronische Popmusik aus Düsseldorf und basierend auf dem gleichnamigen Buch von Rüdiger Esch sowie seinen Erfahrungen als aktiver Musiker der Szene versuchen wir die nachhaltige Bedeutung der Gruppen für die heutige Entwicklung und die zukünftigen Wege des Genres auch in unserer Veranstaltung näher zu beleuchten.


Rüdiger Esch wurde 1966 in Düsseldorf geboren. Er trat erstmals im Rahmen der Punkbewegung in Erscheinung, war Mitglied der deutschen Punk-Band Male sowie Gründer des Studioprojekts MakroSoft. Seit 1989 ist er Bassist der Industrial-Band Die Krupps. 1982 gründete Esch die deutschsprachige Punkband Feine Deutsche Art (FDA), für die er als Komponist und Texter tätig war. Die Band hatte 1983 ihr erstes Konzert im Vorprogramm der Toten Hosen in der Freizeitstätte Garath. Weitere Konzerte, unter anderem mit Family 5 und Stunde X, folgten 1984 in Düsseldorf und Umgebung. Der Song Mit dem Rücken an der Wand wurde Beitrag auf dem Ruhrgebietssampler Punk’s not dead. 1985 löste sich FDA auf, eine Retrospektive erschien 1990 bei Teenage Rebel Records. In Anlehnung an Jim Jarmuschs Film Stranger than Paradise, gründete Esch im Jahr 1986 eine gleichnamige Band. Die Gruppe spielte vor allem englischen, melancholischen Gitarrenpop im Stil von The Cure, Siouxsie oder Joy Division. Auch hier war Esch als Texter und Komponist sowie als Bassist tätig. 1987 gründete Esch in Zusammenarbeit mit der Stadt Düsseldorf das Label strange records. Bei der Plattenpräsentation wurde seine Band von Klaus Dinger entdeckt. Im selben Jahr fanden erste Produktionen im La Düsseldorf-Studio Dingerland statt, sowie ein gemeinsames Konzert. Aus der Zusammenarbeit heraus formierte sich 1988 eine neue Gruppe um Klaus Dinger, die später als Die Engel des Herrn eine LP veröffentlichte.

1989 erfolgte die Neugründung der Band Die Krupps. Diese hatte sich bereits in den frühen 80er Jahren einen Kultstatus mit den Veröffentlichungen Stahlwerksinfonie und Wahre Arbeit/Wahrer Lohn erspielt. Schnell entwickelte sich eine Band mit fester, internationaler Besetzung: Rüdiger Esch am Bass, Jürgen Engler am Gesang, Lee Altus an der Gitarre und Ralf Dörper am Keyboard. Zwischen 1989 und 1997 erschienen fünf Alben und die Band spielte mehr als 200 Konzerte in Europa und Nordamerika. Nach mehrjähriger Pause gaben Die Krupps 2005 mehrere Reunionshows. 2011, zum 30-jährigen Bühnenjubiläum, begaben sich Die Krupps gemeinsam mit Nitzer Ebb auf eine DoubleHeadliner-Tour durch Europa und spielten unter anderem auf dem Kinetik-Festival in Montreal.

Von 1990 bis 1996 studierte Esch Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit dem Schwerpunkt Ästhetik.

Rüdiger Esch arbeitete seit 2012 an einem Buch über die elektronische Musik seiner Heimatstadt, das im Oktober 2014 unter dem Titel "Electri_city – Elektronische Musik aus Düsseldorf" im Suhrkamp Verlag erschienen ist.

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Gastvortrag

Rüdiger Esch

im Seminar von Christian Banasik

Donnerstag, 19.11.2015

10.00 Uhr

Hochschule Düsseldorf
Raum B2.37
Georg-Glock-Straße 15

40474 Düsseldorf