Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Peter Behrens School of Arts
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Peter Behrens School of Arts / Red Dot Award, Design, Prof. Laurent Lacour
02/09/2019

Hinter den Kulissen des Red Dot Awards

​​Im Juli 2019 fand erneut die Jury des Red Dot Award für die besten Brand- & Communication Designs des Jahres statt. Am ersten November werden die Preise im Konzerthaus Berlin vergeben. Seit 2012 ist Professor Laurent Lacour Teil der hochkarätigen internationalen Jury. Er ist Spezialist für Corporate Identity und Corporate Design und lehrt dies bei uns im Fachbereich Design.
Wir wollten von ihm wissen, was hinter den Kulissen des Awards passiert und wie seine Aufgaben aussehen.

 
In diesem Jahr wurden 779 Preise in unterschiedlichen Kategorien vergeben. Über 8.500 Projekte aus 54 Ländern wurden eingereicht. Herr Lacour was sind Ihre Aufgaben als Jurymitglied bei Red Dot?
Wir sichten in mehreren Runden die zahlreichen eingereichten Arbeiten. Es sind in meiner Jury Corporate Design und Branding Projekte, Plakate und Illustrationen. Wir kategorisieren in Red Dot Gewinner, Topplatzierungen und herausragende Arbeiten (Best of the Best, Grand Prix). Es wird intensiv diskutiert, die inhaltlichen und gestalterischen Anforderungen an die Aufgabe durchleuchtet und das kreative Leistungspotential evaluiert.
Die Topplatzierungen werden vor der Gesamtjury präsentiert und verteidigt.
 
Worauf achten Sie bei der Bewertung genau?
Wesentlich ist die Qualität der Idee auf Basis der Zielgruppenkontexte und der Anforderungen. Man überprüft die Effektivität der Kommunikation und die Qualität der gestalterischen Umsetzung. Diverse Aspekte fließen in die Bewertung mit ein: Bildsprachen und Bildideen, Typografie, Farbgebung und Gestaltung, Flexibilität des Designsystems, Anwendbarkeit in diversen Touchpoints, Innovationskraft und digitale Relevanz.
 
Wie sind Sie Jurymitglied geworden?
Nach dem wir mit meinem Unternehmen jahrelang beim Red Dot ausgezeichnete Erfolge erzielt haben und selbst vielfach ausgezeichnet wurden, hat mich Red Dot persönlich auf die Jurytätigkeit angesprochen. Ich bin dieses Jahr einer der wenigen Repräsentanten aus dem deutschen Hochschulkontext, andere Juroren sind Unternehmer oder international tätige Unternehmer oder Lehrende. 
 
Sind diese Erfahrungen auch Teil Ihrer Lehre?
Ich lasse alle Erfahrungen und Ergebnisse 1:1 in meine Lehre einfließen. Die Bewertungskriterien, die Qualität der Arbeiten und der Prozess der Jurierung sind Gegenstand meiner Lehre im Bereich Corporate Identity und Corporate Design. Wir haben einen einzigartigen Einblick in die Arbeit international tätiger Unternehmen und Designer. Dieses Wissen teile ich mit meinen Studenten.
 
Der Red Dot Design Award wird von der Jury an Arbeiten verliehen, die aus ihrer Sicht eine herausragende Qualität haben. Welche Arbeit hat Sie im Laufe Ihrer Juryzeit besonders beeindruckt?
Aktuell darf ich keine Details und Namen der herausragenden Projekte innerhalb des Awards nennen. Allgemein kann man sagen sind Arbeiten die sowohl digitale Aspekte der Markenführung und des Designs als auch klassische und vor allem haptische Aspekte integrieren besonders spannend. Hier erleben wir die großen Herausforderungen an das Communication Design der Zukunft: Digital/Analog-Hybride kombiniert mit einem perfekten Storytelling.
 
Vielen Dank für das Gespräch und Ihre Eindrücke.




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