Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Peter Behrens School of Arts
Fachbereiche Architektur und Design

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Professor für​​
  • ​​​​​​Baukonstruktion und Entwerfen


„Das wirklich Formvolle ist bedingt, mit der Aufgabe verwachsen, ja der elementarste Ausdruck ihrer Lösung.  Es liegt uns gerade daran, die Bauerei von dem ästhetischen Spekulantentum zu

befreien und Bauen wieder zu dem zu machen, was es allein sein sollte, nämlich BAUEN.“
M.v.d.R. „Bauen“ 1923

Am Anfang der Arbeit eines Architekten steht ein Ort im Bezug zum Menschen und dessen Bedürfnissen.
 
Die Eigenschaften und Parameter des Ortes waren zumindest früher die ausschlaggebenden Faktoren hinsichtlich Materialisierung, Konstruktion und Gestalt. Die Materialien die für Gebäude verwendet wurden, mussten aus dem direktem Umfeld organisiert werden. Die Konstruktion richtete sich nach den Eigenschaften der jeweiligen Materialien, den handwerklichen Fähigkeiten und den Lebensgewohnheiten der Menschen.
 
Aus dieser Kette von logisch aufeinander aufbauenden Schritten und den daraus resultierenden Entscheidungen entstanden in der Regel in sich schlüssige, in Funktion und Konstruktion einfache, unter ästhetischen Aspekten klare und schnörkellose Bauwerke. Ihre materielle Präsenz, das Wechselspiel zwischen Ort, Funktion, Konstruktion, Farbe und Licht war in sich schlüssig und ausbalanciert.
 
Unsere heutige Welt lässt oftmals diese einfache Sicht der Dinge nicht mehr zu. Viel zu vielschichtig sind die funktionalen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kontextuellen Anforderungen an zeitgenössische Gebäude.
 
In den Planungsbüros und in der Lehre werden die wesentlichen Fragen zu Beginn eines Entwurfs nicht mehr gestellt. Das schnelle Produzieren von Images wie wir es schon lange aus der Werbewelt kennen täuscht all zu oft über mangelndes Basiswissen bezüglich der primären Faktoren der Architektur wie Kontext, Raum, Materialität, dem Fügen von Werkstoffen und strukturellen Überlegungen hinweg.
 
Dazu ist im Hochschulstudium selbst oftmals eine eher theoretische, natur- oder geisteswissenschaftliche Basis vorherrschend. Die Studierenden beschäftigen sich vorwiegend mit Fragen bezüglich Typologien von Gebäuden oder der Optimierung von Raumkonzepten. Oft werden die Entwürfe bis kurz vor Abgabe rein konzeptionell bearbeitet.
 
Mit einem „Schritt zurück zum Wesentlichen“ sollen die  Studierende wieder auf die primären Verhältnisse und Faktoren von Architektur aufmerksam gemacht werden. Mit der Entwurfsaufgabe soll eine logische Argumentationskette aufgebaut werden, die beginnend mit dem Ort alle wesentlichen Bestandteile von Architektur behandelt und aufeinander aufbaut.
 
Die entscheidenden Fragen zu Material und Struktur bis hin zur Lichtführung und Farbgebung, sollen helfen, das Entwerfen als ganzheitlichen und integrativen Prozess zu begreifen, um letztendlich komplexe Abhängigkeiten in einfachen Lösungsansätzen zusammenzuführen.


Es geht im wesentlichen um folgende Dinge:
 

  • ​Dem Fragen nach der Wechselwirkung zwischen Gebäuden und dem Ort
  • Den Beziehungen zwischen Mensch und Raum
  • Dem Entwickeln der Materialität aus der Aufgabe, dem Ort und den primären Anforderungen
    heraus
  • Dem Ableiten von möglichen Konstruktionen, die der Logik und der Natur des jeweiligen
    Materials folgen 
  • Der Materialisierung des Gebäudes als wesentlichster Bestandteil seines architektonischen Ausdrucks
  • Das komplexe Zusammenspiel von Material, Farbe, Licht und Struktur einfach aber auch von
    Beginn an zu denken, um standardisierte typologische Lösungen zu überwinden
  • ​Der strukturellen, integrierten und technischen Einheit des Gebäudes

Kontakt

Raum A 1.38
Georg-Glock Str. 15
40474 Düsseldorf
Fachgebiet: Baukonstruktion und Entwerfen
Funktionen: Hauptamtlich Lehrender