Retail Design
Studiengangsbeschreibung
Retail Design an der PBSA betrachtet den Einzelhandel als soziale Konstruktion und gestaltet als eine räumliche Praxis Beziehungen im digitalen und realen Kontext. Es verbindet ökonomische Interessen des Einzelhandels, soziokulturelle Erwartungen und Bedürfnisse der Bürger*innen und ökologische Ansprüche der Gesellschaft. Wir praktizieren ein kritisches Retail Design, dass neue hybride Lebensräume reflektiert gestaltet. Retail Design thematisiert die Rolle des Raums als Ort der Begegnung und der kollektiven Erfahrung, in denen offene, gemeinschaftsbildende Räume entstehen.
Die Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum, Shopping im soziokulturellen Kontext, digitaler Transformation im Einzelhandel, Omnichannel-Strategien, temporäre Vertriebswege, Pop-up-Store, Food- und Non-Food-Retail, bildet Themenfelder, welche im Laufe des Studiengangs gestalterisch untersucht werden. Unser kritischer Ansatz vermittelt zwischen Praxis und Experiment, Faktizität und Spekulation, Affirmation und Subversion. Reale Projekte vernetzen uns mit externen Akteuren in der Gesellschaft, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, Institutionen und Unternehmen.
Wir bilden verantwortungsbewusste und qualifizierte Gestalter*innen aus. Unsere Alumni arbeiten in Agenturen, Architekturbüros, Trägern der öffentlichen Belange und in der Retail-Industrie. Mit ihrer Expertise werden Sie Retail Design qualitätvoll, sozial gerecht, nachhaltig und lebenswert gestalten.
Standort Düsseldorf
Düsseldorf ist eine Kunst- und Kulturstadt, gleichzeitig aber auch ein bedeutender Standort für die Retail Industries und ihre Dienstleister. Wir besuchen regelmäßig Ausstellungen in den großen Museen der Stadt und der Umgebung, beteiligen uns an künstlerischen und sozialen Projekten der Institutionen. Wir arbeiten im Rahmen von Urban Design Projekten mit Dezernaten der Stadt oder Stadtteilen zusammen, konzipieren und entwerfen Lösungen, die pilotiert oder umgesetzt werden. Im Rahmen von Semesterprojekten bearbeiten wir regelmäßig auch Themen der Retail Industries wie beispielsweise: Flagshipstore (O2), Lidl goes USA (Lidl), Pop-Up-Stores & Roadshow (BMWi), Awakening the Senses (Douglas), Hybrid Food & Co-Living Spaces (Real), Fitting Room (Vitra, Ansorg). Alle drei Jahre findet in Düsseldorf die Euroshop statt, die größte Retail-Messe weltweit mit 200.000 internationalen Fachbesuchern. Der Studiengang Retail Design bespielt hier jeweils circa 700qm Fläche, auf der wir studentische Konzepte und Entwürfe zu aktuellen Themen präsentieren.
Networking
Der Studiengang Retail Design ist eng vernetzt mit Verbänden und Unternehmen der Retail Industries. Wir vermitteln Praktika bei unseren Partnerunternehmen und legen großen Wert auf den Übergang vom Studium zum Beruf, den wir sorgfältig begleiten. International sind wir eng verbunden mit dem Kristiana University College des Westerdals Department of Communication and Design, Oslo und der Elisava School of Design and Engineering, Barcelona, die wie wir ebenfalls Retail Design lehren. Unsere Lehrbeauftragten sind Retail Design Professionals, die verantwortliche Funktionen in Design- und Architekturbüros, im Messe- und Ladenbau, im Retail Design innehaben und die aktuelle Marktpraxis aus ihren Projekten bestens kennen.
Schwerpunkte
Schwerpunkt unserer Lehre ist die Entwicklung von Konzeptionen, die Förderung konzeptionellen Denkens sowie dessen Umsetzung in der räumlichen Gestaltung. In der Entwicklung von Konzeptionen setzen wir uns grundsätzlich mit drei unterschiedlichen Sphären auseinander – der Geschichte, der Kunst und dem Markt. Wir wollen bei der Entwicklung von Lösungen die historische Dimension verstehen, um die Gegenwart aus ihrer Entwicklung heraus einschätzen zu können. Wir wollen wissen, welche Perspektiven und Fragen sich aus der künstlerischen Auseinandersetzung mit unserem Thema ergeben und schauen uns themenaffine künstlerische und gestalterische Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts an. Wir wollen verstehen, wie der Markt tickt, welche Art von Wettbewerb herrscht, was die Kriterien der Wettbewerbsfähigkeit bestimmt, welcher Wettbewerber sich in diesem Markt tummeln und wie Konsumenten sich verhalten. Aus der Kenntnis und Reflexion dieser drei Sphären entwickeln wir dann Konzeptionen. Der Entwurfsprozess kann analog oder digital erfolgen. Entwürfe werden analog im Modellbau oder digital in Renderings visualisiert, hierzu stehen den Studierenden umfangreiche Werkstätten unter fachkundiger Anleitung zur Verfügung. 3D Gestaltungsprogramme werden in Seminaren gelehrt und trainiert.
Lehrende
Die Studierenden des BA Studiengangs Retail Design greifen auf das breite Lehrangebot des Fachbereichs Design zu und können ihre Fähigkeiten je nach Interessen in unterschiedlichen Anwendungsgebieten der Gestaltung (Typographie, Fotografie, Corporate Design, Bewegtbild, Illustration, Interaktive Gestaltung) erweitern und vertiefen. Die oben bereits erwähnten Lehrbeauftragten ergänzen das Lehrangebot durch Praxisseminare, deren Themen im Semesterrhythmus wechseln. Die hauptamtlich Lehrenden für den Studiengang Retail Design sind:
N.N. (räumliche Gestaltung/Design)
Prof. Bernhard Franken (3D-Kommunikation/Architektur)
Professorin Sabine Krieg (Retail Design)