Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Peter Behrens School of Arts
Fachbereiche Architektur und Design

​​​​Organisation und didaktisches Konzept

Die Masterstudiengänge sind entwurfsbezogen konzipiert, die Entwurf-Studios bilden hierzu das inhaltliche wie strukturelle Grundgerüst des Studienbetriebs. Das entsprechende Vorlesungsprogramm setzt sich deutlich vom straffen Unterricht des Bachelorstudiums ab. Die Lehrinhalte werden hier in der Regel als Ergänzung bzw. Vertiefung der Entwürfe im Studiobetrieb angeboten und modular aufgebaut.

  • Entwurfs-Studios in den Masterprogrammen

Das gesamte Lehrprogramm wird den Studierenden zu Beginn des Semesters in einer Kompakt-Veranstaltung vorgestellt. Anschließend wählen die Studierenden ein Entwurfs-Studio ihrer Präferenz.

Die insgesamt 60 Studienanfänger und Studienanfängerinnen (je Masterstudiengang ca. 30 Personen) pro Jahr werden in vier Studiogruppen zu 15 Studierenden aufgeteilt. Über die zwei Studienjahre des Masters hinweg ergibt dies acht gleichzeitig arbeitende Studios (Architekture und Interior Architecture). Jedes Studio hat einen eigenen Studioraum zur ständigen Verfügung und wird von einem Studioleiter/einer Studioleiterin geführt, der/die über die Aufgabenstellung, die Zielsetzungen des Studios sowie über die zugeordneten Fachthemen bestimmt. Der Studioleiter ist für ein umfassendes Betreuungs- und Leistungsspektrum verantwortlich, vom Konzept bis hin zur konstruktiven Ausarbeitung mit entsprechender Detaillierung.

Zum Einsatz kommen pro Semester im Masterstudiengang „Innenarchitektur“ in der Regel:

- Studio 1: ein/e Innenraum-orientierte/r Innen-Architekt/in

- Studio 2: ein/e Objekt- oder szenisch-orientierte/r Innen-Architekt/in oder Designer/in

  • Fachbetreuer / Fachbetreuerinnen (Consultants)

Den Studios ist ein Pool von jeweils zwei Fachbetreuern/Fachbetreuerinnen (Consultants) zugeordnet. Sie werden vom Studioleiter/der Studioleiterin nach fachspezifischen Kriterien benannt. Die Consultants vermitteln gezielte (meist technische) fachliche Aspekte zum Studio- Entwurfsthema der Architektur bzw. Innenarchitektur in Form von theoretischen Einführungen und stehen daneben für individuelle Korrekturen zur Verfügung.

Die Consultants werden vorrangig aus dem Lehrkörper des Fachbereichs benannt. Erwünscht sind aber auch Kooperationen mit Lehrenden aus anderen Fachbereichen und Hochschulen sowie mit freiberuflichen Fachleuten aus Wissenschaft und Kunst.

  • Gastprofessuren

Von den insgesamt acht Studioleitungen wird eine (ggf. zwei halbe) mit Gastprofessoren /Gastprofessorinnen besetzt, um eine permanente Aktualität und Internationalität der Lehre zu gewährleisten. Für das SS 2004 konnte Duncan Lewis und für das WS 2004/05 konnte Kazuyo Sejima, Japan für eine Gastprofessur gewonnen werden.

Sie werden je für ein Studienjahr berufen. Die regelmäßige Besetzung dieser Gastprofessur wird ermöglicht durch die Freistellung und Schöpfung einer Professorenstelle des Sollbestandes bzw. durch die Umlegung derenLehrangebote auf den ständigen Lehrkörper. Sie ermöglicht die Einbindung hochkarätiger, namhafter Architekten und Gestalter in die Lehre des Fachbereichs sowie permanent aktuelle Impulse und ist so ein herausragendes Markenzeichen der Masterprogramme.

  • Betreuung

Im laufenden Studiobetrieb sind an bis zu vier Wochentagen Studiobetreuer/Studiobetreuerinnen anwesend. Die Studioleiter/Studioleiterinnen betreuen die Gesamtgruppe an zwei Nachmittagen, die Consultants an jeweils einem Nachmittag.

  • Tagesablauf

Der Studiobetrieb beginnt vormittags mit obligatorischen Vorlesungen, welche Lehrinhalte aus den verschiedenen Lehr- und Forschungsbereichen vermitteln. Die Themen wechseln, u.a. entsprechend den Themenausrichtungen der Studios, von Semester zu Semester und sichern so eine große Bandbreite an Fachwissen. Die Unterrichts- und Prüfungsform ist vom jeweiligen Fach abhängig. Die Anzahl der Vorlesungen nimmt gegen Ende des Masterstudiums ab, um dem integrativen Projektstudio bzw. der Master-Thesis mehr Gewicht zu verleihen. Die restliche Zeit des Tages ist für die gemeinsame Studioarbeit in hochschuleigenen Studioräumen vorgesehen.

  • Zwischenkritiken (Crits)

Neben dem studiointernen Korrekturbetrieb finden monatlich gemeinsame Kolloquien des gesamten Semesters statt, bei denen alle Lehrenden und Studierenden kommunizieren.

In der letzten Woche des vorangehenden Semesters findet zwecks Abstimmung der Projekte über zwei unterrichtsfreie Tage hinweg ein ProfessorInnen-Plenum statt, bei dem die vorab bestimmten StudioleiterInnen die Studioprojekte des folgenden Semesters präsentieren. Das Plenum diskutiert den Abgleich der Projekte, legt die Lehrziele fest und regelt die ergänzenden Lehrinhalte (Basisvorlesungen und studiobezogene Angebote).

  • Orientierungsstudium

Das Masterstudium beginnt mit einem bezüglich der Lehrinhalte für alle Studierenden gleichen Startsemester, mit einer übergreifenden Aufgabenstellung zum Thema "Objekt und öffentlicher Raum", vorzugsweise im städtischen Kontext. Die Themenschwerpunkte reichen vom Objekt über den Innenraum und den Hochbau bis hin zum Außenraum.

Die gemeinsam geführte Auseinandersetzung soll den Studierenden das Verständnis von Inhalt und Abgrenzung der beiden Studiengänge schärfen.

  • Vertiefungsstudium

In den Studios wird jeweils über ein Semester hinweg ein wirklichkeitsnahes komplexes Entwurfsprojekt entsprechend des gewählten Studiengangs bearbeitet. Die Aufgabenstellungen hierzu sind soweit vorstrukturiert, dass in jedem Studiengang ein umfassender wie hochwertiger Ausbildungsgrad gewährleistet bleibt.

Im 2. und 3. Studiensemester sind gemäß einer individuellen Ausrichtung der Studierenden Entwurfs-Studios mit jeweils spezifischen Aufgabenschwerpunkten zu belegen, wobei im 2. Semester in beiden Studiengängen in jedem Fall das Thema "Bauen im Bestand’ vertieft wird.

In Abstimmung mit den Überlegungen zur Profilierung setzt der Fachbereich sich das Ziel, im Verbund von Studios aller Vertiefungsrichtungen ein Projektangebot nach außen zu tragen (Wirtschaft, Kommunen usw.) bzw. auf Angebote und Anfragen von außen zu reagieren.

  • Projektwochen

In jedem Semester bietet eine Projektwoche, anlässlich derer der allgemeine Lehrbetrieb ruht, die Möglichkeit der Vertiefung spezieller Themen (Intra Muros, Extra Muros) aus den verschiedensten Lehrgebieten. Die Lehrenden sind verpflichtet, Angebote zu formulieren und zu organisieren. Die Veranstaltungen können von den Studierenden frei gewählt werden.

  • Master-Thesis

Die Master-Thesis besteht aus einem in Absprache mit den Lehrenden ausgewählten Entwurf. Bewertet werden dessen Analyse, die zeichnerisch/schriftliche Darstellung von Idee, Konzept und Projekt sowie die hochschulöffentliche Präsentation.

Der zeitliche Rahmen der Erstellung der Master-Thesis ist auf 3 Monate (Vorlesungszeit) festgesetzt. Die Master-Thesis ist selbständig zu leisten. Die Begleitung der Lehrenden beschränkt sich auf methodenorientierte Fachgespräche mit den Consultants.​