Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Peter Behrens School of Arts
Fachbereiche Architektur und Design

Experimentelle Gestaltungsstrategien mit computertomographischen Daten bildeten den Ausgangspunkt für gestalterische Arbeiten des Kurses XRAY / HYBRIDS. Das bildgebende Verfahren der Computertomographie gewährte einen Einblick in Formen und Strukturen materieller Wirklichkeiten. Es eröffnet neue Perspektiven zwischen Pixel, Voxel, Schichtung und Triangulierung. Durch Kreuzung verschiedener Daten, Bilder und Geometrien entstanden hybride Formen und Räumlichkeiten. Die Visualisierung und Transformation gewonnener Informationen werden in medialer Vielfalt durch Rauminstallationen, Objekte, Film und Grafik sicht-, greif,- und erlebbar gemacht. Die atmosphärischen Ergebnisse bewegen sich im Spannungsfeld technologischer Untersuchungsmethodiken und künstlerisch-gestalterischer Entwicklungsprozesse.


Leitung:​
Prof. Gabi Schillig
​Dipl.-Des. Jochen Zäh M.A.​​​​

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​Sommersemester 2015

Mit Arbeiten von​: Anja Bachmann, Hannah Diefenbach, Dajana Fuchtler, Tegshtuya Gandugar, Magdalena Haase, Theresa Kröger, Theresa Kudlek, Rosa Morgenstern, Barbara Müller, Nina Neufeld, Sayo Ota, Eva Pehar, Corinna Ruttert, Sarah Sander, Theresa Schuker, Anna van Eck, Oscar Wippermann, Kristina Wirsching, Zohair Zouirech, Nupar Hall



​​​​Insecta

Theresa Kudlek, Theresa Schuka, Anna van Eck​

Ausgehend von den Formen und den Mustern einer Hummel, wurde in dieser Arbeit durch Repetition und Neuordnung Ornamente und komplexe Muster geschaffen. Die daraus entwickelten dreidimensionalen, transparenten Objekte bilden in Kombination mit Lichtprojektionen ein bewegliches Schattenspiel, aus dem sich wiederum immer neue Muster und Texturen herausbilden. Der umgebende Raum wird dadurch zum Teil der Installation.


Kumquat

Nuphtar Hall

​Das Projekt ‚Kumquat’ forscht in den unsichtbaren Strukturen, die direkt unter der Schale von Kumquats zu finden sind. Sie bilden eine unbekannte Mikrostruktur, die bei jeder Frucht individuell ausgeprägt ist. Durch die nondestruktive durchleuchtung im CT und die Untersuchung der Geometrie entstand ein hängendes Objekt, eine Art vergrößerter Fingerabdruck einer einzelnen Kumquat. In Anlehnungen an die Dimensionalitäten des virtuellen Raumes im Zusammenspiel mit Licht und Schatten wird deutlich, wie die Daten eines CT Scans gestalterisch und atmosphärisch genutzt werden können.


​​Flores

Beru Inou

In diesem Projekt wurden Blüten analysiert und zu neuen hybriden Formen zusammengefügt. Durch Schichtung, Überlagerung und Spiegelung entstanden in den Glasblöcken filigrane Blütenneuschöpfungen.

​​Teredo

Dajana Fuchtler, Zohair Zouirech, Magdalena Haase

​​Ein in die Rinde gefressener Weg eines Holzwurms wurde durch eine grobe Rasterung des gewonnenen Datenmaterials in ein zweidimensionales Pixelbild übertragen. Durch die Ausweitung in die dritte Dimension werden diese Pixel zu Volumenpixeln (Voxel). Diese Volumenpixel wurden in ein geschichtetes Modell aus Holz übertragen – den ursprünglichen Lebensraum des Holzwurmes.


​Vulpes

Rosa Morgenstern

Welche räumliche Struktur verleiht Knochen Stabilität und gleichzeitig Leichtigkeit? Rosa Morgenstern hat die versteckten Formationen im Inneren eines Fuchswirbels in Moosgummi übersetzt, um so die zugrundeliegenden Mikrostrukturen in objekthafte Skulpturen umzuwandeln um sie für das Auge sichtbar und haptisch erfahrbar zu machen.


Plastica

Eva Pehar, Sayo Ota, Tegshtuya Gandugar

Aus einer Sammlung seriell gefertigter Plastikfiguren wurden durch Verschmelzen organisch anmutende, neue Objekte gefertigt. In Anlehnung an asiatische Schattenspiele entstand eine Installation, bei der sich die Schatten der Figuren um die hybriden Objekte drehen.​